BÜRGERMEISTER BLOG


Andreas Thürschweller

Bürgermeister der Marktgemeinde Eibiswald und Abgeordneter zum Steiermärkischen Landtag im Land Steiermark.


OKTOBER 2026 - Wein, Tracht und beste Stimmung beim 27. Eibiswalder Weinlesefest

Was für ein Wochenende! Am 3. und 4. Oktober hat Eibiswald wieder gezeigt, warum das Weinlesefest zu den besonderen Höhepunkten unseres Veranstaltungsjahres gehört. Zwei Tage lang standen Wein, Tracht, Musik, Kulinarik und vor allem das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt.

Der Auftakt am Samstag mit dem großen Festumzug war einmal mehr ein echtes Highlight. Gemeinsam mit Landesrätin Simone Schmiedbauer, den Obmännern des Weinlesefestvereins Michael Mauthner und Rene Laufer, unseren drei Weinhoheiten, Tourismusverband-Geschäftsführerin Nicole Reiterer und zahlreichen weiteren Ehrengästen durfte ich das 27. Weinlesefest offiziell eröffnen. Angeführte vom Großradler Dieselclub ging es durch den Markt und damit hinein in ein Wochenende, bei dem man schnell gemerkt hat: Die Stimmung passt.

Und die wurde am Samstagabend noch einmal kräftig angeheizt. Musi+3, Caro Fux und die Aundrucka sorgten für Musik und beste Unterhaltung. Die Festmeile war bestens besucht und gefeiert wurde natürlich deutlich länger, als so mancher ursprünglich geplant hatte.

Am Sonntag folgte mit der Erntedankmesse ein traditioneller und stimmungsvoller Beginn. Danach machten sich die prächtig geschmückten Festwagen auf den Weg durch den Markt. Die Marktmusikkapelle Eibiswald und unsere Gastkapellen sorgten dabei für die passende musikalische Begleitung.

Auch danach wurde es nicht langweilig. Der Sulmtal Express brachte ordentlich Stimmung in den Nachmittag und bei der Trachtenmodenschau des Kleiderhauses Rath wurde einmal mehr deutlich, dass Dirndl und Lederhose in Eibiswald einfach dazugehören. Moderiert wurde der Sonntag von Bernd Pratter, bevor die Pagger Buam ab 15.30 Uhr zum musikalischen Finale aufspielten.

Besonders freut mich, dass auch unsere jüngsten Besucherinnen und Besucher auf ihre Kosten gekommen sind. Kinderschminken, Bullenreiten und der kleine Vergnügungsplatz sorgten dafür, dass das Weinlesefest auch für Familien einiges zu bieten hatte.

Natürlich gehört zu einem gelungenen Weinlesefest auch der Genuss. Unsere Winzer und Gastronomen haben einmal mehr gezeigt, was unsere Region kulinarisch zu bieten hat. Dazu ein gutes Glas Wein, nette Gespräche und viele bekannte Gesichter: Genau diese Mischung macht unser Weinlesefest aus.

Was mich besonders freut: Eibiswald hat an diesem Wochenende wieder zahlreiche Gäste aus der Region und darüber hinaus begrüßen dürfen. Unser Markt hat sich zwei Tage lang in eine lebendige Festmeile verwandelt. Das Weinlesefest ist damit längst mehr als eine einzelne Veranstaltung. Es ist ein Stück Eibiswalder Identität und ein Treffpunkt für Menschen aus nah und fern.

Ein Fest dieser Größe ist allerdings nur möglich, wenn viele Menschen anpacken. Deshalb gilt mein ganz besonderer Dank allen Helferinnen und Helfern, dem Weinlesefestverein, unseren Vereinen, Winzern und Gastronomen, den Musikgruppen, Sponsoren und allen, die im Hintergrund dafür gesorgt haben, dass alles funktioniert. Vieles davon sieht man als Besucher gar nicht, aber genau diese Arbeit macht ein solches Wochenende möglich.

Ich habe die beiden Tage jedenfalls sehr genossen und freue mich schon jetzt auf die nächste Ausgabe.

Eibiswald weiß eben, wie man die Weinlese feiert.

Das nächste Eibiswalder Weinlesefest findet am 2. und 3. Oktober 2027 statt.

Ihr Bürgermeister
LAbg. Andreas Thürschweller

 

August 2026 - EIBISWALD FÄHRT VORAN: Warum wir auf den Radsport setzen

Wenn ich in Eibiswald aufs Rad steige, dann mache ich das in erster Linie, weil es mir persönlich Freude macht. Die Landschaft, die Bewegung und die Möglichkeit, unsere Heimat aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben, sind für mich jedes Mal aufs Neue etwas Besonderes. Gleichzeitig sehe ich als Bürgermeister immer stärker, welches Potenzial hinter dem Thema Radsport für unsere gesamte Gemeinde steckt.

Eibiswald entwickelte sich zur Radsportgemeinde. Das ist nicht einfach nur ein Titel, sondern eine Entwicklung, die über viele Jahre gewachsen ist. Einen ganz wesentlichen Anteil daran hat unser Radclub Eibiswald, der mit unglaublich viel Engagement ein umfangreiches Tourennetz aufgebaut und betreut hat. Heute stehen uns rund 2.000 Kilometer beschilderte Rad- und Mountainbikestrecken zur Verfügung. Dazu kommen der Pumptrack, der Dirtpark, der 3 Eiben Kids Bike-Park und viele weitere Angebote.

Für mich ist das ein schönes Beispiel dafür, wie aus einer Idee Schritt für Schritt etwas Größeres entstehen kann. Was zunächst vor allem den Einheimischen und den sportlich Begeisterten zugutekam, wird zunehmend auch für den Tourismus interessant.

Der Meridiem Trail bringt neue Möglichkeiten

Mit dem Meridiem Trail ist in den vergangenen Monaten noch einmal eine ganz neue Dimension dazugekommen. Die rund 580 Kilometer lange Radroute verbindet Wien über Graz mit Eibiswald und weiter Richtung Villach und zur Adria. Eibiswald ist dabei ein fixer Etappenort.

Das ist für unsere Gemeinde eine große Chance.

Denn ein Fernradweg funktioniert anders als eine klassische Tagestour. Wer mehrere Tage mit dem Fahrrad unterwegs ist, braucht eine Unterkunft, möchte gut essen, vielleicht noch einen Kaffee trinken, sein Fahrrad reparieren lassen, regionale Produkte kaufen oder am Abend gemütlich zusammensitzen. Genau hier entsteht der Mehrwert für unsere Region.

Das ist auch der Grund, warum ich beim Thema Nächtigungen großes Potenzial sehe. Wir wollen unsere touristische Entwicklung weiter vorantreiben und die Zahl der Übernachtungen nachhaltig erhöhen. Jeder zusätzliche Gast, der eine Nacht bei uns verbringt, ist nicht nur eine Zahl in einer Statistik. Dahinter stehen ein Zimmer beim Gastgeber, ein Abendessen im Gasthaus, ein Einkauf im Ort, ein Kaffee am nächsten Morgen oder vielleicht ein regionales Produkt, das mit nach Hause genommen wird.

Wenn Gäste kommen, profitieren viele

Gerade für eine Gemeinde wie Eibiswald ist es wichtig, wirtschaftliche Entwicklung nicht nur in großen Projekten zu denken. Sie passiert auch ganz konkret bei unseren Gastronomiebetrieben, Beherbergungsbetrieben, Geschäften, Direktvermarktern und Dienstleistern.

Der Radsport kann dabei ein wichtiger Baustein sein, weil Radreisende eine Zielgruppe sind, die unsere Landschaft, unsere Kulinarik und unsere Gastfreundschaft unmittelbar erleben möchte. Genau diese Kombination passt hervorragend zu Eibiswald.

Wir wollen nicht jedem Trend hinterherlaufen

Mir ist dabei wichtig, dass wir nicht versuchen, aus Eibiswald etwas zu machen, was wir nicht sind. Wir müssen keine künstliche Tourismuswelt schaffen. Wir haben bereits das, wonach viele Menschen suchen: eine wunderschöne Landschaft, Ruhe, Natur, regionale Kulinarik, Wein, Bewegung und vor allem Menschen, die unsere Heimat mit Leidenschaft gestalten.

Wenn wir in Radwege, Freizeiteinrichtungen und touristische Angebote investieren, sollen davon nicht nur Gäste profitieren. Unsere Kinder fahren am Pumptrack, Familien nutzen den Generationenpark, Einheimische drehen nach der Arbeit eine Runde mit dem Fahrrad und unsere Vereine schaffen Gemeinschaft. Gleichzeitig können wir Gästen zeigen, was Eibiswald zu bieten hat.

Eibiswald soll eine Gemeinde sein, in der man gerne bleibt

Ich bin überzeugt davon, dass wir beim Radsport noch lange nicht am Ende unserer Entwicklung angekommen sind. Der Meridiem Trail gibt uns zusätzlichen Rückenwind, aber er ist kein Selbstläufer. Wir müssen unsere Angebote weiterentwickeln, unsere Gastgeber und Betriebe einbinden, die Beschilderung und Infrastruktur erhalten und verbessern und vor allem gemeinsam daran arbeiten, dass sich Gäste bei uns willkommen fühlen.

Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Fahrräder durch Eibiswald zu bringen. Es geht darum, Menschen nach Eibiswald zu bringen und ihnen einen Grund zu geben, länger zu bleiben.

Ich persönlich werde jedenfalls weiterhin gerne selbst aufs Rad steigen. Und vielleicht treffe ich dabei ja den einen oder anderen Gast, der gerade auf unseren Trails unterwegs ist.

Eibiswald ist in Bewegung.

Ihr Bürgermeister
LAbg. Andreas Thürschweller

 

Juli 2026 - MIT ERFAHRUNG UND STARKEN PARTNERN FÜR EIBISWALD

Viele wichtige Projekte entstehen nicht von selbst. Hinter Förderzusagen und finanziellen Unterstütz-ungen stehen Gespräche, Verhandlungen und das Vertrauen, das über Jahre hinweg aufgebaut wird. •Für die Entwicklung unserer Gemeinde sind Erfahrung, gute Zusammenarbeit und verlässliche Kontakte wichtige Grundlagen. Die dabei entstandenen Verbindungen helfen, Anliegen aus Eibiswald gezielt einzubringen und Projekte für unsere Gemeinde umzusetzen.
Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 konnten zusätzliche Fördermittel in Höhe von rund 820.000 Euro für Eibiswald gesichert werden. Darüber hinaus wurden Bedarfszuweisungsmittel von rund 1,1 Millionen Euro für wichtige Vorhaben verhandelt und abgesichert. Insgesamt stehen unserer Gemeinde damit im Jahr 2026 rund 1,9 Millionen Euro an nicht rückzahlbaren Förder- und Bedarfszuweisungsmitteln des Landes Steiermark zur Verfügung. Mittel, die Investitionen ermöglichen und gleichzeitig unsere Gemeindefinanzen entlasten.
Im Mittelpunkt steht dabei für mich immer unsere Marktgemeinde. Unabhängig von unterschiedlichen Meinungen oder Interessen geht es darum, gemeinsam das Beste für Eibiswald zu erreichen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, was möglich ist, wenn viele an einem Strang ziehen. So konnten zahlreiche Vorhaben in den Bereichen Bildung, Kinderbetreuung, Feuerwehrwesen, Straßenbau, Wasserversorgung, Gesundheit, Sport, Freizeit und Infrastruktur umgesetzt oder auf den Weg gebracht werden. Insgesamt wurden dafür Investitionen von rund 20 Millionen Euro ermöglicht.
Diese Erfolge sind jedoch niemals die Leistung eines Einzelnen. Sie sind das Ergebnis eines starken Miteinanders. Mein Dank gilt daher unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Mitgliedern des Gemeinderates, den Vereinen, Feuerwehren, Organisationen und allen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die tagtäglich ihren Beitrag für unsere lebenswerte Gemeinde leisten. Auch in Zukunft werde ich meine Erfahrung, meine Kontakte und mein Netzwerk dafür einsetzen, zusätzliche Chancen und finanzielle Mittel für Eibiswald zu gewinnen. Denn jeder Euro, den wir für unsere Gemeinde holen, ist eine Inves tition in die Zukunft unserer Heimat und in die Lebensqualität kommender Generationen.

Ich wünsche allen einen wunderschönen Sommer, den Eltern, Kinder und Lehrpersonal erholsame Sommerferien und viel Spaß bei unserem Kinder und Jugensommerprogramm 2026. 

Ihr Bürgermeister
LAbg. Andreas Thürschweller