Haus Nr. 51:      Altersheim Perisutti

1788 werden Jakob und Theresia Hold (Heldt, Held) als Besitzer angeführt. Hold war Schneidermeister. 1857 ist Maria Hold Alleinbesitzerin. 1864 befindet sich das Haus im Besitz von Sebastian und Maria Eberhardt (Eberhart). 1880 wird die Liegenschaft von Franz und Maria Perisutti  erworben. 1895 wird die Stiftungsurkunde für die "Ehrwürdigen Kreuzschwestern zu Graz” ausgestellt.

Von Beginn an diente die Stiftung als Spital mit geriatrischen Aufgabenbereichen, war also mehr ein Altenheim, als ein Krankenhaus. Die Hausordnung war streng. Paragraph 17 besagte: "Die mutwillige Übrtretung der Hausordnung, sowie das widerspenstige Benehmen gegen das Pflegepersonal wird mit der Entlassung aus der Anstalt bestraft.”

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurden auch Kriegsinvalide betreut. In der NS-Zeit wurde an der Anstalt in eine Geburtenstation eingerichtet, was dazu führte, daß Eibiswald, um der Statistik gerecht zu werden, eine der höchsten Geburtenraten der Steiermark aufwies. (Die Geburtenstation wurde bis zum Bau des LKH Deutschlandsberg aufrechterhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie von den Hebammen Hoijnik und Partl geführt.)  Bis 1975 oblag der Pflegebetrieb den Kreuzschwestern, die neben ihrer medizinischen Aufgaben auch die Gartenanlagen erhalten mußten. Unter der Leitung von Frau Dipl.Krankenschwester Sophie Platzer gelang es, dringende Reformen durchzuführen, und vor allem die Auslastung auf einen wirtschaftlich vertretbaren Stand anzuheben.

1980 wird das Altersheim von der Steiermärkischen Landesregierung erworben. Mit der Perisuttistiftung besaß Eibiswald nach der Auflösung der Bürgerspitäler das erste wirkliche Altersheim weit und breit. Das Gebäude erfuhr insgesamt drei Zubauten in den Jahren 1954, 1960 und 1995.

 

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