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© Heimo Strasser

 

Haus Nr.77   (alt 67)     “Koch”, “Roppin”

1738 werden uns als Besitzer Johann und Barbara Müller genannt, die auch ein Haus “außer Grätz in St.Leonhard” besaßen. 1745 kaufte ihr Haus Sebastian Schluchtinger. Der Kaufpreis betrug 332 fl. 1746 wurde Schluchtinger in die Bürgerschaft aufgenommen. Seine Frau Maria, eine geborene Deutschmann, verstarb 1767 mit 32 Jahren im Kindbett.  1778 übernahm von Schluchtinger Joseph Maritschnegg vulgo “Koch”. Dieser Name scheint auf die Berufsausübung Schluchtingers zurückzugehen, ohne daß wir wissen, wo er als solcher arbeitete. Vermutlich war er ein Wirt. Auf Maritschnegg folgte 1807 Johann Pongratz. Er heiratete 1812 Magdalena Nagl, die ihm im Laufe der Ehe sieben Kinder schenkte. Johann Pongratz wurde 80 Jahre alt, übergab aber schon 1862 seinem Sohne Josef Pongratz. Der Besitz wurde damals auf 3800 fl geschätzt. Josef Pongratz heiratete zweimal, zuerst Maria Gaisch aus Altenmarkt, dann Maria Gödl. 1913 übernahm Ernst Pongratz, der hier eine Gemischtwarenhandlundg führte und "der dicke Greisler Pongratz" genannt wurde. 1925 wurde der Besitz auf Josef Pongratz, Maria Schadl und Louise Fürpaß, den Kindern des Ernst Pongratz, aufgeteilt.

1920 wurde das Haus von Thaddäus und Josefa Wakonigg, den Besitzern des Nachbarhauses Nr.78, erworben. Als Mieter wohnte hier der Malermeister Hubert Reithofer. 1949 kaufte das Haus Magdalena Haring, Gattin eines Leibnitzer Geflügelhändlers. 1956 erwarben das Ehepaar Karl und Sidonia Roppin, die 1945 aus der Umgebung von Marburg/Maribor eingewandert waren, das Haus und eröffneten hier ein Möbelgeschäft. Damals wurde das Haus auch aufgestockt. 1978 wurde das Erbe zwischen Sidonia Roppin, Harald Roppin und Beatrix Scherz, geteilt. 1981 übernahm Harald Roppin Haus und Geschäft.

 

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