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© Adi Allesch

 

Haus Nr.68   (alt 60)     “Jakobweber”, “Ropac”

Vor 1690 war der Schuster Miachael Eder hier Besitzer. 1690 verkaufte er sein bescheidenes Anwesen an Jacob Lippitsch, Bürger und Leinenweber, der 1692 Maria Mesner heiratete. Um 1700 war der Leinenweber Michael Koglnigg Besitzer, der vielleicht die Witwe Maria geheiratet hatte. Johann Grebin, bürgerlicher Webermeister, heiratete bald danach hier ein. Als Witwer ehelichte er 1758 Anna Zwetti. Auf ihn folgte Johann Koglnegg, der die Witwe Anna ehelichte. Der Besitz wurde damals auf 540 fl geschätzt. Der Leinenwebermeister Koglnegg war in zweiter Ehe mit der Bergholdenstochter Anna Strutz aus Lateindorf verheiratet. 1809 starb Koglnegg und 1811 heiratete die Witwe den Weinzierlsohn Matthias Herzl. Ihre Tochter Anna übernahm 1835 und ehelichte Johann Brandstetter. Der Besitz “Jacobweber” wurde damals auf 600 fl geschätzt.

Brandstetter war Bürger und Sensenarbeiter. 1837 kaufte Theresia Zapf und 1846 erbte ihre Tochter Anna, die den Wagnermeister Josef Löscher geheiratet hatte, den Besitz. 1846 kaufte Joseph Tilgner und 1848 der Staat, bzw. das k.k. Montanärar das Haus. Die Verwaltung des Stahlwerkes brauchte dieses Häuschen als Dienstwohnung für den Betreuer der Badeanstalt, die auf der anderen Seite des Herterbaches lag. Dort soll eine Baracke mit großen Holzwannen gewesen sein, die jedem Stahlwerksarbeiter einmal pro Woche zur Verfügung standen.

1869 verkaufte es das k.k. Finanzministerium an Dr.Carl Maria Faber. Der Vertrag sprach Faber und seiner Geldgeberin Hermine von Dück ein bedingtes Eigentumsrecht zu, das 1870 in ein unbedingtes umgewandelt wurde. 1871 wurde Faber Alleinbesitzer. 1875 wurde vom k.k. Handelsgericht die Konkursverwaltung über das gesamte Vermögen Fabers verhängt. 1876 stieg die Österreichische Centralboden Creditbank ein und 1882 ging das Haus, wie das gesamte Eisenwerk, in den Besitz der Österreichischen Alpine Montangesellschaft über.

1905 kauften das Haus Franz Pichler und seine Frau Antonia, die als Hebamme tätig war. 1917 folgte ihre Tochter Maria Pichler, die 1924 den Eisenbahner Simon Ropac ehelichte. 1954 erwarb das Haus Michael Heusserer und 1961 der aus Bachholz zugewanderte Bergarbeiter Anton Habisch und seine Gattin Theresia, die einen Neubau errichteten.

 

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