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© Adi Allesch

 

 

Haus Nr.67  (alt 59)     “Grabenkürschner”, “Preisinger”, “Heußerer”

Der erste uns bekannte Besitzer war Matthais Ruedl, Schrottenbachscher Eisenverweser, der mehrere Häuser im Markt besaß. Seine Witwe Maria Anna heiratete um 1730 den Kürschnermeister Johann Georg Lenz, der 1731 in die Bürgerschaft aufgenommen wurde. Nach dem Tode der Maria Anna heiratete er Maria Hold aus der Herrschaft Thunau. Es übernahm sein Sohn Anton das Haus, während der zweite Sohn Franz das Haus Nr.30 erwarb. Das Haus wurde damals zum “alten Kürschner” genannt. Von der Witwe Maria Lenz erwarben 1790 Matthias und Gertraud Schmölzer das Anwesen um 370 fl. Nach dem Tode seines Vaters übernahm 1805 Johann Schmölzer, ein “bürgerlicher Kleinhäusler”, der Maria Pommer heiratete. Damals sprach man vom vulgo “Grabenkürschner”. 1828 folgte die Witwe Maria, die 1829 den Bergholdensohn Martin Lampl zum Mann nahm. Er muß das Schusterhandwerk ausgeübt haben, denn ab nun heiß es hier “zum Grabenschuster”.

1834 kaufte Johann Riegelnegg, der Theresia Deutschmann ehelichte, eine Bauerntochter vom Hadernigg. 1901 übernahmen Georg und Maria Preisinger. Sie war eine Riegelneggtochter, er stammte aus Böhmen und war Schmied im Stahlwerk. 1927 kaufte auf Leibrente Antonia Merschon das Anwesen und 1928 Genofeva Zirngast. 1939 kaufte es Michael Heusserer, ein Kohlengewerke, der die Keusche abriß und ein Wohnhaus erbaute.

1963 übernahm der Sohn Michael Heusserer, ein Kraftfahrer, das Anwesen. Er war in die Fußstapfen seines Vaters getreten und erwarb 1966 im Feisternitzer Wald zwei Grubenmaße vom Gewerken Habisch. Gemeinsam mit seinem Bruder Josef und Herrn Roman Steinhauer führte er die Bergbautraditon seines Vaters weiter, allerdings nur mehr in eingeschränktem Umfang. Bis zum heutigen Tag übt er sein Schurfrecht aus und ist somit der letzte “Kohlengewerke” im Saggautal.

 

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