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© Adi Allesch

 

 

Haus Nr.64  (alt 56)     “Grabenkeuschler”, “Riegelnegg Ferdinand”

1688 wurde Simon Össich, Schneidermeister und Besitzer dieses Hauses, als Bürger aufgenommen. Er soll 97 Jahre alt gewesen sein, als er 1718 starb! Es erbte sein Sohn Jacob Össich, der mit Margarethe Prischigger verheiratet war. Er war “Tagwerker” und starb 1754 im Alter von 71 Jahren. In dieser Familie wurde also ein hohes Alter erreicht. Die Witwe von Jacob Össich (Essich) heiratete Joseph Maritsch. Vier Kinder waren vorhanden, denen als Erbteil je 20 fl zugesprochen wurden. Die Verlassenschaft war also sehr bescheiden. Die zweite Frau von Maritsch war Maria Merschnigg, die nach seinem Tode Martin Pirbacher (Pörbacher) ehelichte, der 1777 als Bürger aufgenommen wurde. Im Hause gab es damals auch Inwohner oder Untermieter.

Auf Pirbacher folgte 1797 der Sohn aus erster Ehe, Matthias Maritsch. Der Besitz wurde damals auf 200 fl geschätzt. Matthias Maritsch heiratete Barbara Schuster, eine Bergholdenstochter aus Pitschgauegg. Die Witwe Barbara ehelichte 1802 den Bergholdenssohn Matthias Riegelnegg. Der Besitz “Grabenkeuschler” wurde damals auf 415 fl geschätzt. In zweiter Ehe heiratete Herr Riegelnegg Elisabeth Pauritsch vom Rosenberg, die nach seinem Tode 1851 Alleinbesitzerin wurde.

1861 übernahm der Sohn Peter Riegelnegg und 1909 dessen Sohn Ferdinand Riegelnegg, der Maurer war und einen Neubau aufführte. Ursprünglich war das Haus ein im Stil des weststeirischen Bauernhauses errichteter Holzbau. 1912 wurde seine Frau Cäcilia als Mitbesitzerin eingetragen, 1927 wurde sie Alleinbesitzerin. 1957 folgte ihre Tochter Maria Riegelnegg, eine Schneiderin, die noch bei Frau Crescentia Wisiak im “Saklhaus” genäht hatte.

 

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