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© Adi Allesch

 

Haus Nr.56    (alt 47)      ”Wastlschuster”, heutige Volksschule      

Die Volksschule besteht aus den zwei Häusern mit den Nummern 55 und 56. 1682 wohnte hier Matthias Neuhold (Neiholt), der damals Margareth, die Witwe des Hans Holzmann, heiratete. Neuhold war bürgerlicher Schustermeister und starb 1742 im damals hohen Alter von 75 Jahren. Auf ihn folgte der Sohn Georg Neuhold und schließlich dessen Stiefbruder Sebastian Löscher, von dem der Vulgoname herrührt. Löscher baute 1761 für sich ein Haus unter der Herrschaftsmühle, mußte aber die Steuer für das zur Brandtstatt gewordenen Haus Nr.56 weiter bezahlen. 1749 heiratete Löscher Maria Fuchshofer aus dem Markt. Ihre Tochter Anna ehelichte den Schuhmachermeister Andreas Wruß. Das Haus wurde damals auf 330 fl geschätzt. Als Witwer ehelichte Wruß die Bergholdenstochter Anna Maßer. Als er 1836 starb, betrug der Verlaß für seine Tochter Magdalena 600 fl. Diese verkaufte das Haus um 792 fl an Klement und Maria Gaberetz (Gabriun, Gabriutz). Klement Gaberetz war ein Bauernsohn aus Krain, einer der wenigen slowenischen Zuwanderer im Markt Eibiswald. Seine Frau Maria war eine Winzerstochter aus Kleinradl. Als Gaberetz im hohen Alter von 83 Jahren 1864 starb, verheiratete sich seine Witwe nochmals. Der Auserwählte war ein Müller von der Hollenegger Mühle namens Pölzl. 1868 starb Maria Pölzl und die Schulgemeinde erwarb 1872 das Haus.

Beim Bau des Schulhauses stand der Schulgemeinde ein weiteres Haus zur Verfügung, von dem wir nur die Nummer ”alt 46” und den Vulgonamen ”Unterer Hinreicher” kennen. Der letzte Besitzer war der Maschinenwärter Johann Ziegler, der 1863 Maria, die Tochter des Johann Schuster, geheiratet hatte. 1864 erwarb es die Marktgemeinde um 2200 fl, 1872 die Schulgemeinde um 3000 fl.

 

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