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© Adi Allesch

 

 

Haus Nr.48  (alt 43)      ”Wöss”

In diesem Haus wechselte mit den Besitzern meist auch das von ihnen ausgeübte Gewerbe. Daher wurde hier im Laufe der Zeit eine Vielfalt von Gewerben ausgeübt. 1665 war hier der Leinenweber Andre Maritsch tätig. Auf ihn folgte sein Sohn Georg Maritsch, der gleichfalls Leinenweber war. Seine Tochter Maria heiratete 1706 den Schneider Andre Merschnigg. Ihr Sohn Joseph Merschnigg ehelichte 1735 Katharina Gaster und deren Tochter Elisabeth ehelichte den Hafner Jacob Dorner. 1775 übernahmen sie von ihrer Mutter Katharina. Das Ehepaar erwarb später die Hafnergerechtsame, die der Hafnermeister Stangl vom Haus Nr.21 zurückgelegt hatte. 1809 kauften Franz Lackner und seine Ehefrau das Haus um 1200 fl. Der nächste Besitzer, Anton Fauland, war ”bürgerlicher Töpfer” und Hafnermeister und heiratete 1813 Konstantia Loibner, eine Bürgerstochter aus dem Markt. 1814 zog er in das Haus Nr.86. Die Hafnergerechtsame  wurde zurückgelegt und der Handschuhmacher Johann Auer zog ein.

Das Haus muß inzwischen heruntergekommen sein, denn Auer erwarb es um 440 fl. Seine Frau Anna war eine geborene Gritsch, sie stammte also aus der unmittelbaren Nachbarschaft. 1853 kauften Anton und Maria Putz um 1050 fl., die vom Haus Nr.17 hierher übersiedelten. Auch hier übte Putz das Schuhmacherhandwerk aus. Nach dem Tod seiner ersten Frau Maria, geborene Buxler, heiratete Putz 1861 Maria Kollar aus Aichberg, die 1870 als Witwe das Haus erbte. Auf sie folgte ihr ältester Sohn Johann Putz, der im Regiment ”Erzherzog Wilhelm” als Oberkanonier gedient hatte. Er ehelichte 1869 Maria Nauschnegg aus Bachholz. 1892 scheinen Maria Kiefer und 1895 Valentin Schweizer, ein Benefiziant, als Besitzer auf.

Frau Kiefer stammte vom Hof ”Fuchs” in Hörmsdorf und mußte das Haus völlig neu errichten. Sie hatte dieses Haus als Wohnsitz  ausgewählt, weil sie sehr religiös dachte und der Kirche möglichst nahe sein wollte. Sie war ledig geblieben und Kaplan Schweizer erwarb durch Leibrente das Haus von ihr.

1924 folgte auf ihn seine Schwester Aloisia Pichler, eine geborene Schweizer. 1941 übernahm ihr Gatte Karl Pichler, ein pensionierter Postdirektor aus Graz, den Besitz. Das Ehepaaar Pichler waren die Zieheltern von Frau Anna Ehgartner, der Mutter des heutigen Mitbesitzers Dir.Karl Wöss. 1956 folgten der Gerichtsbeamte Alois Wöss und seine Frau Anna, die eine geborene Ehgartner war, und 1973 der Dienststellenleiter der Raika Eibiswald, Karl Wöss und seine Gattin Maria.

 

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