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© Adi Allesch

 

Haus Nr.43    “Nimpferhaus”

Das Nimpfer-Wohnhaus ist eines der wenigen Häuser, die in der Zwischenkriegszeit erbaut wurden. Bauherr war der Schmiedemeister Anton Nimpfer d.Ä. Wir nehmen an, daß der Hausbau gleich nach dem Ersten Weltkrieg an dieser Stelle mit einer Notunterkunft begonnen worden war, so wie es sich in der kargen Zeit nach dem Kriege auch mit anderen Bauten zugetragen hatte. 1927 wurde es als Wohnhaus im Grundbuch vermerkt.

Zur Geschichte des Hauses ist folgendes zu berichten: Vor 1908 lag hier eine Wiese des Bauern Strametz, der auch der Besitzer des gegenüberliegenden Hauses Nr.38 war, mit einer baufälligen Kapelle darauf. Der nach Eibiswald eingewanderte Schmiedemeister Anton Nimpfer erwarb das Grundstück mit dem gegenüberliegenden Schmiedehaus und ließ die Kapelle abtragen. Bald darauf brach der Erste Weltkrieg aus, auch der Schmied mußte einrücken. Frau Nimpfer verpachtete inzwischen die Schmiede. Gegen Ende des Krieges ließ der Kaufmann Josef Ozelberger, der im Hause Nr.31 ein kleine Greißlerei unterhielt, durchblicken, daß er am Kauf der Nimpferschmiede sehr interessiert sei. Auch machte er Frau Nimpfer ein gutes Angebot. Herr Nimpfer, der sich noch an der Italienfront befand, stimmte dem Verkauf zu, allerdings unter der Voraussetzung, daß er vom Kriege nicht mehr heimkam. Als sich seine Rückkehr nach dem Kriegsende verzögerte, verkaufte Frau Nimpfer schweren Herzens die Schmiede mit den dazugehörenden Wohnräumen. Der Verkauf war ein Fehlschlag, da bald darauf der Erlös durch die Inflation wertlos geworden war. Endlich zurückgekehrt, pachtete Herr Nimpfer die Schmiede und begann, auf dem Grundstück, anstelle der Kapelle, das Wohnhaus Nr.43 zu errichten.

Das Haus blieb im Besitz der Familie Nimpfer, 1968 erbte es der Sohn Anton Nimpfer d.J.

 

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