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© Heimo Strasser

 

Haus Nr.41   (alt 38, 60, 68)      “Schrotzwagner”, “Altes Wagnerhaus”

Wie der Hausname besagt, handelt es sich um ein Wagnerhaus. Eine Reihe von Familien wohnte und arbeitete hier, deren Männer allesamt den Wagnerberuf ausübten. Schon 1688 wird uns ein Thoman Khrabeter (Kranibetter) als Bürger und Wagner genannt. Er starb 1717 mit 65 Jahren. Auf ihn folgte Georg Jango (Janggi, Jänki) aus Obdach, der 1818 das Bürgerrecht erwarb und Maria Fröhlich heiratete. Auf ihn folgte sein Sohn Jakob Jango. Er heiratete die Schneidermeisterstochter Gertraud Woch und in zweiter Ehe die Webertochter Theresia Stary. Die Witwe Theresia ehelichte 1773 wiederum einen Wagner, nämlich den Meister Andre Kimmerling.

Auch dieser war zweimal verheiratet, seine zweite Frau war die Schneidermeisterstochter Maria Fuchshofer. Nach seinem Tode heiratete seine Witwe 1804 den Keuschlersohn Jakob Mally, der ebenfalls Wagnermeister wurde. Sie war bei der Hochzeit 40, er 25 Jahre alt. Die zweite Frau Mallis wurde 1825 die Bergholdenstochter Maria Pratter. Nun war das Altersverhältnis umgekehrt. Er war 46, sie 28 Jahre alt. 1835 kam es zur Versteigerung des Hauses. Es wurde von Johann und Rosalia Kaub erworben, die es aber ein Jahr später an Joseph und Anna Löscher weitergaben. Löscher war Wagnermeister und das Haus wurde “zum Wagner” genannt. Nach dem Tode seiner Frau verkaufte es Löscher 1846 an Josef Tilger um 1160 fl. Auf ihn folgte 1887 Julius Löscher. 1919 kauften es Josef und Maria Naderer.

Von nun an diente das Haus als “Burschenhaus” für Rauchfangkehrergesellen, die Werkstätte aber wurde vom Zimmermeister Georg Gerhold gepachtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg bezog der von Wies zugewanderte Bau- und Zimmermeister Karl Posch das Haus, bis er sich das Haus Nr.191 erbauen konnte. 1955 übernahm es die Tochter Josefine Naderer.

 

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