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© Adi Allesch


Haus Nr.37  (alt 34 und 63)       “Haring”

Dieses Haus gehörte von altersher zum Kirchenbesitz. 1663 starb hier die “alte Achazin”, eine Bürgerkind. Es folgte ihr Sohn Andre Achaz, ein Schustermeister, der 1699 Barbara Lampl heiratete. Nach der Familie Achaz sprach man dann von der “Achazischen Behausung”. Sie wurde vom Maurer “Pallier” Michael Frelich (Fröhlich) erworben, der 1713 Maria Anna Maritschnigg heiratete. 1719 verkaufte dieser die “Achazische Behausung außer dem unteren Tor” an Matthias Querer, einem Fleischhacker. 1741 vertauschte dieser das Haus gegen eine Brandstatt und 380 fl Aufzahlung am Steinweg. Sein Tauschpartner hieß Philipp Pronegg, ein Leinenweber und Wirt. 1763 übergab er seinem Schwiegersohn Joseph Gumbusch, einen Schuster. Haus und Grund wurden auf 500 fl geschätzt, das Bergrecht oder die Weingärten dagegen auf 400 fl.

Gumbusch hat sich nicht lobenswert aufgeführt. Er konnte sich mit seinem Schwiegervater nicht vertragen, der ausziehen mußte, und  blieb Lohn schuldig. 1778 kaufte Andre Kraber, ein Schustermeister, dann seine Witwe Gertraud, die 1820 an Johann und Theresia Kranbitter übergab. 1876 erscheint Maria Pirnat als Besitzerin. Maria war eine geborene Fischer, ihre Eltern Teilhaber an der Glasfabrik. Ihr Mann Pirnat war ein Volksschullehrer, der aus Laibach kam. 1886 folgte Emma Pirnat, auch eine geborene Fischer. Im selben Jahre kaufte der Schmiedmeister Julius Stramitz. 1901 folgte auf ihn seine Witwe Agnes, eine geborene Weißensteiner. 1908 erwarben das Anwesen Anton und Amalia Nimpfer, aber schon ihm Jahr darauf ging es an Hugo und Josefine Haring. Er war Uhrmacher, sie eine Modistin.

Das Ehepaar hatte vier Töchter und zwei Söhne, Karl und Hugo. Einer von ihnen, nennen wir ihn Hugo II, übernahm 1944 das Uhrengeschäft. Hugo II hatte wiederum zwei Söhne: Hugo III “Fritz” wanderte nach Tasmanien aus, Peter trat in den Dienst der Gemeinde.

 

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