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© Adi Allesch


Haus Nr.31 (alt 34)   “Schuster außer dem unteren Tor”, “Schuster Anderle”

Dieses Haus ist eines der kleinsten auf dem Marktplatz. In seiner Bausubstanz wurde es seit seinem Bestehen nur unwesentlich verändert. 1681 wohnte hier Martin Freitag, ein Maurer, der eine Maria Schmölzer geheiratet hatte. Er brachte es bis zum Ratsherren und nahm eine geachtete Stellung ein. Auf ihn folgte der Schustermeister Johann Maritsch, der 1718 die Jungfrau Catharina Maritschnegg und 1749 in zweiter Ehe Magdalena Wallner ehelichte. Auf ihn folgte 1760 Georg Zmugg, der in zweiter Ehe 1770 Constantia Oberhauser, eine Lederermeisterstochter aus dem Markt heimführte. Zmugg war Schuhmacher und verstarb 1797. Sein Sohn Johann Zmugg verkaufte 1801 an den Weltpriester Joseph Stary. Mit diesem tauschte im Jahre 1805 das Haus Johann Georg Burghauser (Purghauser), ein Schneidermeister. Auf ihn folgte sein Sohn Jakob Burghauser, der 1845 Haus und Grund an Jakob und Therese Held um 3000 fl verkaufte. Held, ein Schneidermeister und Keuschler, wie es in Urkunden heißt, war jedoch bald gezwungen, eine Reihe von Grundstücken zu verkaufen. Sein Besitznachfolger war Martin Schautzer aus der Pfarre Gams bei Marburg. 1860 ehelichte er Johanna Jöbstl,  eine Tischlerstochter aus dem Markt. 1869 folgten Franz und Elisabeth Brosig und 1884 Cajetana Brosig, die sich mit Matthias Pratter vermählte.

Zur selben Zeit war im Hause Alois Ehrgott, ein Sattler, Mieter der Kellerräume. Er ehelichte die Tochter Maria Pratter. 1905 kauften Johann und Josefa Anderle, die vorher im Hause Nr. 73 gewohnt hatten, das Haus. Johann  Anderle war Schuhmachermeister, der seine Werkstätte im Kellergeschoß innehatte. Er und seine Gattin, die beide ein hohes Alter erreichten, besaßen zwei Töchter und einen Sohn namens Armin, der im Zweiten Weltkrieg fiel. Die Tochter Maria ehelichte den Steueraufsichtsbeamten Paulitsch. Eine andere Tochter, Josefine, war mit Dr.Edgar Lill verheiratet. 1939 pachtete Herr Johann Krampl d.Ä. aus Feisternitz die Schuhmacherwerkstätte.

1948 übernahmen die Geschwister Erich und Ilse Paulitsch, verehelichte Steiner, das Haus. Die einstige Werkstätte im Keller wurde an Herrn Glasermeister Edmund Bernhard verpachtet.

 

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