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© Adi Allesch

 

 Haus Nr.14 (alt 17)  “Grabenneßner”, “Gemeindewohnhaus”

Im 17. Jahrhundert wohnte hier die Schneiderfamilie Neßner. 1648 wird uns Florian Neßners Witwe genannt, 1648 gibt es auch einen Ruep Neßner “vor dem unteren Tor”. Matthias Neßner war zweimal verheiratet, als erste Frau heiratete er 1676 Barbara Meysel, als zweite Frau 1706 Gertraud Lederhas. Als er 1717 starb, heiratete Witwe Gertraud im selben Jahr Matthias Haider aus Altenmarkt. Haider, der Schneider “außer dem oberen Tor”, starb 1768. Damals wurde das Haus auf 180 Gulden geschätzt. Von der zweiten Frau Haiders kaufte Joseph Masser, auch ein Schneider, das Haus. 1799 ging es in die Hände von Andreas Strametz, einem Maurer, über, der es 1806 an Matthias Mörth aus St.Martin verkaufte. Anscheinend hatte Strametz das Haus ausgebaut, weil der Kaufpreis nun 1420 fl betrug.

Mit Mörth zog wieder die Schneiderei in das Haus ein. 1808 heiratete er Barbara Koinegg. 1837 übernahmen Matthias Mörth und seine Frau Maria, eine geborene Maritschnegg. Als Vulgoname scheint “Grabenneßner” auf, obwohl die Neßner schon fast hundert Jahre tot sind. 1846 heiratete Matthias zum zweiten Male, seine Frau Anna Häußerer war eine Bergholdenstochter aus Stergelgg. Matthias hatte einen Bruder Franz, der Hausbesitzer und Kleidermacher in Mahrenberg war. Aber schon 1837 verkaufte Mörth alles an Mathhias und Elisabeth Stelzer. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Stelzer Josepha Haiderer, die 1853 als Witwe das Anwesen übernimmt. Nun wurde das Anwesen mit dem Nachbarhaus, dem Gasthof Jilek und Götz, von 1884 bis 1955 vereinigt.

1955 erhielt es Gerta Recak, 1980 kaufte es die Marktgemeinde Eibiswald und errichtete mit der Österreichischen Wohnbaugesellschaft ein modernes Wohnhaus, an dem nichts mehr an das einstige Schneiderhaus erinnert.

 

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